Startseite
Die Gründung
Beitritt & Spende
Forderungen
Was kann ich tun
Presse
Kontakt
Fotos

Aktuelles

 

HAGENOWER AUFGEWACHT,

Jetzt ist Ihre Mithilfe gefragt !

 Wir fordern den bestmöglichen Schutz unserer Gesundheit ,

helfen auch Sie bei der Erreichung dieser Ziele mit.

 Drohende Müllverbrennung in Hagenow

Wege aus der Krise finden

 

Der Stand nach dem Erörterungstermin zum geplanten Müllheizkraftwerk der MKV

Die 10stündige Erörterung der 300 Einwendungen gegen das geplante Müllheizkraftwerk am 24.1.2007 im Rathaussaal hat entscheidende Fehler in der Planung offenbart.

Vorsorgewert der WHO nicht eingehalten

Der zentrale Streitpunkt, die Belastung Hagenows durch die zwangsläufig entstehenden krebserzeugenden Dioxine und Furane und die giftigen Schwermetalle im Abgas der Müllverbrennungsanlage, konnte nicht ausgeräumt werden. Insbesondere der von der WHO und dem Landesarbeitskreis Immissionsschutz (LAI) empfohlene maximale Depositionswert von 4 pg/m² x d wird nicht eingehalten werden, da weder die Vorbelastung noch der Schadstoffbeitrag des Biomassekraftwerks ermittelt wurden. Eine nachvollziehbare Berechnung für die Immissionswerte konnte von den Anlagenplanern nicht vorgelegt werden. In jedem Fall würde es in den Hauptwindrichtungen deutliche Belastungen für die betroffenen Flächen in Hagenow geben. Das zeigte eine farbige Karte der Planer auf dem Erörterungstermin. Davon betroffen sind unter anderem Kleingartenanlagen.

Vier Stunden ohne Filter im Havariefall

Umstritten blieb auf dem Erörterungstermin die Havariefrage. Sollte der Hauptfilter der Müllverbrennungsanlage ausfallen, würde die Anlage noch vier Stunden weiter ohne Filter laufen, bis der Brennvorgang komplett gestoppt werden kann, stellte sich heraus. Die Planer gaben zwar immer wieder an, dass der Havariefall des gesamten Systems sehr unwahrscheinlich sei, ausschließen konnten sie ihn jedoch nicht (siehe Störfall der MVA Ludwigslust im "Probebetrieb" 14 Tage nach dem Betriebsstart).

Standort ist kein Industriegebiet

Der Standort der Anlage bleibt damit besonders fragwürdig. Auf dem Erörterungstermin ist klar geworden, dass die Anlage in ein dafür nicht geeignetes Gebiet geplant worden ist, in dem sich - unter anderen Einrichtungen - Behindertenwerkstätten, Wohnhäuser, eine Berufsschule, ein Wohnheim für Jugendliche und Büros befinden. Das Gebiet ist damit als Industriegebiet nicht zulässig. Das musste auch das Ludwigsluster Bauamt zugeben. Interessanterweise überlegten die Baumamtsvertreter jedoch, lieber die empfindliche Nutzung wie das Wohnheim zu verbieten, statt die gefährliche Müllverbrennung abzulehnen. Das wird aber kaum möglich sein, da die jetzigen Anlieger Bestandsschutz genießen.

Forderungen an die Genehmigung

An die Genehmigungsbehörde, das Staatliche Amt für Umwelt und Natur Schwerin, hat der BUND zahlreiche Anträge für nachvollziehbare Berechnungen und strenge Auflagen zum Beispiel für das fehlende Qualitätssicherungskonzept für den Müllbrennstoff und die Rauchgasreinigung gestellt. Ziel des BUND ist es jetzt, entweder entscheidende Auflagen für den Bau und den Standort der Anlage herauszuhandeln oder den Bau der Anlage durch eine Klage zu verhindern.

Gesprächsangebot des BUND an die MKV

Auf dem Erörterungstermin hatten die Einwender den Eindruck, dass der Geschäftsführer der Hagenower Kartoffelfabrik, Reinhardt Lemke, aufgrund der durch die Erörterung offenbarten Fehler und Unwägbarkeiten des Projektes die Planung insgesamt noch einmal ernsthaft überdenken will. Es gibt deshalb ein Gesprächsangebot des BUND an die MKV. Der BUND will mit dem Kartoffelwerk über die Hauptstreitpunkte der Planung und mögliche Alternativen insbesondere zum Standort beraten.

Kontakt zum Mitmachen

mit der BUND-Gruppe Hagenow gibt es unter : www.bund.net/mv Stichwort "BUND Regional" oder www.stoppt-mva-hagenow.de

Helfen

kann Jeder - mit Spenden oder der Ansprache geeigneter Spender

(Arztpraxen, Apotheken, Geschäftsinhaber, Unternehmer), um die fachliche und rechtliche Begleitung der Auseinandersetzung zu finanzieren.

wie z. B.:

fachliche, wissenschaftliche Unterstützung

• für Aufwandsentschädigungen diverser Fachberater für Müllverbrennung, Giftmüllentsorgung……
• Finanzierung von Gegengutachten, die zum Teil schon dem STAUN -staatliches Amt für Umwelt und Natur, vorliegen. Diese Gutachten wurden von Wissenschaftlern oder Fachleuten erstellt und können veröffentlicht werden.
• Fahrkosten für Referenten, die sich die Mühe machen, uns an ihrem Wissen teilhaben zu lassen.

Finanzierung des Rechtsbeistandes und der Rechtsberatung

• wobei noch nicht abzusehen ist, wie lange und in welchem Umfang Rechtsbeistand erforderlich ist Alle Mitglieder arbeiten gemeinnützig und unendgeldlich - dies versteht sich von selbst. Gleichzeitig möchten wir uns herzlich bedanken für Ihre Spende und würden uns über weitere Unterstützung freuen!

Spenden

bitte unter dem Kennwort "Hagenow " + Name und Anschrift auf das Spendenkonto des BUND,

Sparkasse Schwerin

Kontonummer: 37 003 337

BLZ: 140 514 62

Eine anerkannte Spendenbescheinigung zur Vorlage beim Finanzamt wird für Spenden ab 50€ vom BUND am Jahresende erstellt und zugesandt, wenn die Adresse vermerkt wird.

V.i.S.d.P.: Corinna Cwielag und BUND Hagenow

Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Landesverband Mecklenburg-Vorpommern e.V., BUND-Ortsgruppe Hagenow, www.bund.net/mv